Neuer Schafstall
Im Zuge der Säkularisation (1803) wurde das Kloster Dalheim aufgelöst und fortan als Staatsdomäne, später als Gutshof genutzt. Ein Zeugnis des regen landwirtschaftlichen Betriebs dieser Zeit ist der 1829 errichtete Neue Schafstall, den der Dalheimer Sommer heute als Spielstätte für Schauspiel und Konzerte nutzt.
Direkt am Klosterteich im Tal der Anlage gelegen, ergänzt das rund 65 Meter lange Bauwerk den klösterlichen barocken Wirtschaftshof mit Ackerberg-, Meierei- und Zehntscheune sowie Sassenhaus und Altem Schafstall. Die massiven Bruchsteinmauern prägen bis heute seine Optik. Innen wird der Raum bestimmt von einer Doppelreihe zwölf hölzerner Säulen.
In den Sommermonaten werden für das Festival eine Bühne und eine große Zuschauertribüne im Neuen Schafstall aufgebaut. Sie bieten Platz für circa 320 Besucher verteilt auf drei Blöcke (Mitte, rechts, links) in drei Preiskategorien (A, B, C).
(Foto: LWL/Axel Thünker)
Klosterkirche
Die spätgotische Dalheimer Klosterkirche stammt aus der Gründungszeit des Klosters Dalheim und wurde von 1460 bis 1470 errichtet: „dem Herrn zum Wohlgefallen“ wie es in einer Inschrift am Gebäude heißt. Sie ist seit jeher ein Ort der Musik im (ehemaligen) Kloster Dalheim.
Es handelt sich bei dem Kirchenbau um einen turmlosen, gestreckten Saalbau von rund 52 Metern Länge, der durch einen Lettner in Chor und Langhaus geteilt wird. Im kleineren Chor fanden einst die Augustiner-Chorherren ihren Platz, Laienbrüder und Bedienstete im westlichen Langhaus. Konzerte finden heute überwiegend im Langhaus der Kirche statt.
Aufgrund ihrer besonderen Akustik wird die Klosterkirche insbesondere zur Aufführung geistlicher Musik und im Rahmen der Dalheimer Tage Alter Musik als Ort stimmungsvoller Veranstaltungen genutzt. Die Klosterkirche bietet Raum für circa 300 Plätze in drei Preiskategorien.
(Foto: LWL/Axel Thünker)
Ehemaliges Refektorium
Der neue Veranstaltungsraum im ehemaligen Refektorium des Klosters entstand im Zuge des 2. Bauabschnitts, der dem LWL-Landesmuseum für Klosterkultur innerhalb des Kerngebäudes der Klosteranlage neue Räume erschließt.
Der südliche Kreuzgangflügel und die daran angrenzenden Räume des Klosters – darunter das Refektorium – wurden im Zuge der Säkularisation (1803) zerstört und wichen der landwirtschaftlichen Nutzung der gesamten Anlage. Im ehemaligen Refektorium wurden Stallungen eingerichtet, in den 1920er Jahren Betondecken eingezogen. Jetzt wird die Klausur ausgehend von den historischen Gegebenheiten wieder in ihrer ursprünglichen Funktion erfahrbar gemacht.
Ein Teil des Refektoriums wurde in einen Veranstaltungsraum umgewandelt, der gut 100 Besuchern Platz gibt (drei Preiskategorien). Der Dalheimer Sommer nutzt diesen neuen, intimen Rahmen im Jahr 2010 erstmals für seine Kammerkonzerte.
(Foto: O.Mahlstedt/Hannover)
Wir danken Ihnen für einen schönen Dalheimer Sommer 2011
und
freuen uns auf die kommende Spielzeit!