Dalheimer Sommer

Mehr Informationen

Gut besuchtes Sommerfestival in Dalheim
2014: 3000 Besucher/ 2015 kommt „Don Karlos“

Lichtenau-Dalheim (lwl). Die Veranstalter des Kulturfestivals Dalheimer Sommer blicken auf eine erfolgreiche Spielzeit zurück: insgesamt rund 3000 Besucher sahen Heinrich von Kleist „Der zerbrochene Krug“ und ließen sich von den Konzerten in der Dalheimer Klosterkirche begeistern.

Die 17 Veranstaltungen der 18. Spielzeit trafen durchweg auf eine gute Resonanz. Die Konzertreihe begeisterte durch ihre Programmvielfalt, die sich in diesem Jahr nicht nur auf die „Dalheimer Tage Alter Musik“ bezog. So reisten Dale Kavanagh und Thomas Kirchhoff als exzellentes Amadeus Guitar Duo musikalisch durch das 19. und 20. Jahrhundert. Und das renommierte Ensemble Inégal aus Prag brachte mit Dvoráks berühmter Messe in D-Dur,  op. 86 ein von den Zuhörern mit Ovationen im Stehen gefeiertes, spätromantisches Werk zum Klingen: „Ein wahrhaftig angemessener, zu tiefst beeindruckender Abschluss dieser Saison“, befand Intendant Wolfgang Kühnhold, der in diesem Jahr alle Konzerte in der Klosterkirche stattfinden ließ und eigens dafür akustische Maßnahmen in Form textiler Abhängungen vornahm. So fühlten sich auch die Kölner Akademie mit ihrem geistlichen Programm aus der „Neuen Welt“, das Duo Enßle-Lamprecht mit einer kleinen, feinen Marienvesper auf Flöte und Perkussion sowie Resonantia Leipzig mit ihrem Lautenkonzert in der nun reduzierten Kirchenakustik wohl.

Trotz eines völlig verregneten Augustes zählte das Dalheimer Sommerfestival in diesem Jahr rund 3000 Besucherinnen und Besucher. Allein 2000 Zuschauer sahen Kleists „Der zerbrochene Krug“ und den Dorfrichter Adam. 2015 wird Schillers „Don Karlos“ auf der Dalheimer Bühne stehen.

„Dalheimer Sommer bedeutet immer ein Gesamtereignis, bei dem die besondere Atmosphäre des Ortes eine Symbiose mit den musikalischen und szenischen Hochgenüssen eingeht. Das zieht jedes Jahr verlässlich tausende Festivalgäste nach Dalheim“, freut sich Hans-Dieter Seidensticker, Vorsitzender des Vereins der Freunde des Klosters Dalheim und Mitveranstalter des Festivals über den diesjährigen Erfolg.
Der Dalheimer Sommer wurde 1997 vom Verein der Freunde des Klosters Dalheim e.V. ins Leben gerufen. Seit acht Jahren wird er gemeinsam von der Stiftung Kloster Dalheim und dem Freundeskreis veranstaltet.

Ohne Unterstützung kann aber kein Dalheimer Sommer über die Bühne gehen. Der Dank der Veranstalter gilt insbesondere den Sponsoren: „Ohne ihr Engagement wäre ein Festival dieser Qualität und Größenordnung, das weit über die regionalen Grenzen hinaus wirkt, in Dalheim nicht möglich“, sagt Dr. Ingo Grabowsky, Museumsdirektor und Geschäftsführer der Stiftung Kloster Dalheim. Unterstützt wurden die Festivalmacher  in diesem Jahr insbesondere von den Volksbanken im Kreis Paderborn, vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzialversicherung, dem Kreis Paderborn, der Kirchenmusikstiftung Ziegler, der Stadt Lichtenau sowie von event:ware Veranstaltungstechnik.

Ab der Spielzeit 2015 wird es eine Veränderung in der Intendanz des Dalheimer Sommers geben.
Dr. Wolfgang Kühnhold wird im kommenden Jahr nach Abschluss des Festivals sein Amt als Intendant des Dalheimer Sommers an seinen Nachfolger Arno Paduch weitergeben. Beide werden den Dalheimer Sommer 2015 gemeinsam planen und durchführen. Eine Würdigung der Verdienste Wolfgang Kühnholds erfolgt nach der gemeinsamen Spielzeit 2015.

Mit Arno Paduch erhält der Dalheimer Sommer einen ausgewiesenen Spezialisten als musikalischen Leiter.

Arno Paduch studierte Musikwissenschaft in Frankfurt am Main sowie Zink und Historische Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis. Er arbeitet  regelmäßig mit den wichtigsten Ensembles für Alte Musik in Deutschland zusammen, konzertiert in Deutschland und dem europäischen Ausland, wirkt bei Rundfunk- und Fernsehaufnahmen mit und hat mittlerweile an über 80 CD-Produktionen teilgenommen. 1992 wurde er zum Dozenten für Zink und Ensemblemusik an die Abteilung für Alte Musik der Musikhochschule in Leipzig berufen. Dort gründete er 1995 das Johann Rosenmüller Ensemble, das mittlerweile den Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit bildet. Neben seiner musikalischen Tätigkeit hat er mehrere Aufsätze zur Musik des 16. und 17. Jahrhunderts veröffentlicht und war als einer der beiden Intendanten maßgeblich an der Realisierung des 43. Internationalen Heinrich-Schütz-Festes 2011 beteiligt. Arno Paduch war mit seinem Ensemble bereits mehrfach gefeierter Gast des Dalheimer Sommers.